Warum lässt Gott das zu?

Warum Gott etwas zulässt wird häufig in Bezug auf das Thema Leid gefragt und diese Frage klingt ja auch berechtigt: Warum lässt unser Schöpfer das zu?

Das Leid

Das Leid gab es ursprünglich überhaupt nicht, wenn also von Tod, Krankheit oder anderem Leid die Rede ist, dann ist es erstmal wichtig zu verstehen, dass dieses unmittelbar mit dem Thema Sünde zusammenhängt. Die Trennung von Gott ist also die Ursache für unser Leid. Wenn wir also verstehen, dass wir uns selbst gegen Gott entschieden haben - schließlich haben wir ja einen freien Willen - dann müssten wir diese Frage etwas anders stellen: Warum haben wir Menschen uns für das Leid entschieden?

Gottes Sicht auf uns

Ein anderer ebenso wichtiger Aspekt ist die Sichtweise Gottes. Wenn wir beispielsweise den Tod eines geliebten Menschen beklagen, müssen wir verstehen, dass es nur aus unserer Sichtweise so schlimm zu sein scheint. Jeder Mensch lebt nunmal ewig (bei oder getrennt von Gott) und deshalb ist es oftmals unsere beschränkte Sichtweise die uns etwas als "Leid" definieren lässt. Um bei diesem Beispiel zu bleiben, hat Jesus selbst etwas dazu gesagt, denn die folgenden drei Personen sind definitiv bei Gott:
»Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs«? Gott ist aber nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebendigen.
Für Gott sind diese Menschen nicht tot, denn sie sind ja bei ihm.

Das größte Leid

Selbst wenn wir eine etwas andere Sicht der Dinge bekommen, Leid gibt es nach wie vor und manches Leid ist mit sehr vielen Schmerzen verbunden. Doch welches Leid ist eigentlich das größte, dass einem Menschen widerfahren kann? Dazu lesen wir in der Bibel eine sehr bemerkenswerten Hinweis, der alles andere in den Schatten stellt:
Es ist besser für dich, dass du lahm in das [ewige] Leben [bei Gott] eingehst, als dass du beide Füße hast und in die Hölle geworfen wirst, in das unauslöschliche Feuer, wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt.
Wenn Jesus so eindringlich vor dieser Zukunft ohne Gott warnt, also davor ohne Frieden mit Gott zu sterben, dann übertrifft dieses ewige Leid allen Leidenserfahrungen dieses Lebens.
Petrus stellte einmal einen Vergleich an und sagte, wenn wir auf der einen Seite die Zukunft bei Gott sehen und auf der anderen Seite unser Leid hier auf Erden, wie sehr fällt dieses Leid hier ins Gewicht?
Denn ich bin überzeugt, daß die Leiden der jetzigen Zeit NICHT ins Gewicht fallen gegenüber der Herrlichkeit, die an uns geoffenbart werden soll.
Wenn also das jetzige Leben mit seinem Leid hier mit dem ewigen nicht zu vergleichen ist, dann gilt das sowohl für die Zukunft mit und ohne Gott. Das heißt konkret, dass der Ort nach diesem Leben hier ALLES ENTSCHEIDEND ist!

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